Corona-Virus: Absage aller Vorstellungen bis voraussichtlich 

19. April 2020

Nach der heutigen Verfügung des Freistaats Bayern sind Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt. Dies betrifft insbesondere auch Theater und Museen.

Aus diesem Grund müssen die „Augsburger Puppenkiste“ wie auch das Puppentheatermuseum und das Restaurant-Café „Die Kiste“ ab dem 17. März bis zunächst einschließlich 19. April 2020 geschlossen bleiben.

Bereits erworbene Eintrittskarten für das Marionettentheater und das Museum behalten zunächst ihre Gültigkeit. Wir werden uns bemühen, in den nächsten Tagen Ersatztermine für die ausgefallenen Vorstellungen anbieten zu können.

Ebenfalls werden wir in den nächsten Tagen eine eigene Email-Adresse für Fragen zu ausgefallenen Vorstellungen einrichten und ab Mittwoch, 18.03.2020 Ihre Fragen dazu auch telefonisch beantworten können. Wir bitten um ein wenig Geduld.

Natürlich werden wir hinter den Kulissen weiterarbeiten, um den Spielbetrieb ab dem 20. April wieder reibungslos aufnehmen zu können.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

16.03.2020
Die Theaterleitung

Die Geschichte der Augsburger Puppenkiste

Im Jahre 1940 wird der Soldat Walter Oehmichen in einer Schule bei Calais einquartiert und entdeckt ein kleines Puppentheater. Er unterhält damit seine Kameraden, und der Traum von seinem eigenen Puppentheater reift: Dieses, aufbewahrt in einer Kiste, soll jederzeit und überall bereit zu einer Vorstellung sein. 1943 bauen er, seine Frau Rose und ihre Töchter Hannelore und Ulla ihr eigenes Marionettentheater: den »Puppenschrein«, der allerdings ein Jahr später in einer Bombennacht in den Räumen des Stadttheaters Augsburg, in denen Oehmichen noch am Abend des 25.2.44 eine Vorstellung gab, verbrennt.
Nach Kriegsende beginnt dann Walter Oehmichen mit der Planung für ein neues Puppentheater im ehemaligen Heilig-Geist-Spital in Augsburg.
Am 26. Februar 1948 ist Premiere. Eröffnet wird die Augsburger Puppenkiste mit dem Märchen »Der gestiefelte Kater«. In den folgenden Jahrzehnten werden Charaktere zum Leben erweckt, die der Puppenkiste ihre Einzigartigkeit verleihen. Walter Oehmichen, Manfred Jenning und das ständig wachsende Ensemble inszenieren Märchen, zeigen liebevoll interpretierte Opern und schreiben auch immer mehr eigene Stücke. Der Kasperl, die Muminfamilie, Jim Knopf und Lukas, das Urmel, Bill Bo und das Sams sind nur einige aus der Reihe der geliebten Darsteller. Durch viele Fernsehsendungen wird die Puppenkiste weit über die Grenzen Augsburgs hinaus bekannt.